Ein Aufruf der Seite ‚Aufstehen für Kultur‘

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Kundgebung der Kulturschaffenden und ihres Publikums
am 24.10.2020, 12 Uhr, München, Königsplatz (Korrektur am 16.10.20: statt Odeonsplatz neuer Kundgebungsplatz)

(Wir protestieren friedlich und unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsregeln. Wir distanzieren uns von jeglicher Form von rechts-oder linksradikalem Gedankengut.)

Den Kulturschaffenden und allen, die im weitesten Sinne von der Kultur leben, setzt die Coronakrise sehr zu. Die Konzertsäle, Theater, Räume für Lesungen und Kinos dürfen nur zu einem Bruchteil besetzt werden. Großveranstaltungen sind bis Ende des Jahres sogar ganz verboten. In kleineren Häusern können die Veranstaltungen zum Teil gar nicht stattfinden, da auf Grund der strengen Abstandsregeln die geplanten Vorstellungen nicht zu finanzieren sind.
Gleichzeitig sind Reisen in vollbesetzten Fliegern erlaubt, in den Zügen und im ÖPNV sitzen und stehen die Menschen dichtgedrängt.
Während andere Wirtschaftsbereiche großzügige finanzielle Unterstützung erfahren, wird die Kulturbranche nach wie vor vernachlässigt. Viele freischaffende Künstler und Ensembles stehen jetzt schon kurz vor dem Aus. Aber auch die grösseren Bühnen und Häuser werden auf die Dauer ihren Status nicht halten können.
Die Politik riskiert durch Passivität und konstantes Wegsehen, dass mit dem gesamten Kulturleben ein wichtiger Faktor der sozialen Bindung und der Wirtschaft in Schieflage gerät. Dagegen müssen wir ein deutliches Zeichen setzten!

Überdenken der momentanen Massnahmen!
Wir fordern ein Überdenken der derzeit praktizierten Massnahmen im Bereich der Kultur!
Ist es z.B wirklich gerechtfertigt, dass in Zügen und Flugzeugen die Menschen dichtgedrängt nebeneinander sitzen und gleichzeitig kulturelle Veranstaltungen immer noch noch in vergleichsweise leeren Sälen stattfinden müssen?

Gleichberechtigung!
Der Zugang zu unserer mannigfaltigen Kultur ist ein wichtiger Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, dazu hat sich der Kultursektor zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.Wir fordern Anerkennung und Gleichberechtigung!

Runder Tisch!
Wir fordern einen ständigen und transparenten Austausch zwischen den staatlichen Repräsentanten und den Kulturakteur*innen aller Sparten über die momentane Situation der Kulturschaffenden. Auch finanzielle Förderungen müssen immer wieder überdacht und angepasst werden!

Wir brauchen Planungssicherheit!
Wir fordern realistische Bedingungen für einen rentablen Kulturbetrieb. Sollte dies auf Grund des aktuellen Infektionsgeschehens nicht möglich sein, braucht es einen Ausgleichsfonds für die Veranstalter*innen und Künstler*innnen!

Wir wollen mit der Kundgebung nicht nur auf unsere momentane Lage, sondern auch auf die gesellschaftlichen Konsequenzen hinweisen. Prominente Unterstützer aus Kultur und Politik wie Prof. Julian Nida-Rümelin, die ehemaligen Kultusminister Prof. Hans Maier und Dr. Wolfgang Heubisch und der Tenor Julian Prégardien werden als Redner auf der Bühne stehen. Barbara Schmidt- Gaden vom Tölzer Knabenchor wird etwas über traurige Situation der Knaben- und Kinderchöre sagen. Besonders freuen wir uns, dass der grosse Satiriker Gerhard Polt für uns eine Videobotschaft aufgezeichnet hat, die auf der Demo zu sehen sein wird! Das mitreißende Schlagzeugduo Doubledrums mit special guest Wolfram Winkel, ausserdem die Münchner Band Cagey Strings sorgen auf der Bühne für tolle Stimmung!
Weitere Künstler*innen sind angefragt.
Als Moderator konnten wir den Schauspieler, Liedermacher und Münchener Stadtrat Roland Hefter gewinnen!

Bisher wird das zehnköpfige Organisationsteam um die Bratschistin Veronika Stross vom emeritierten Berliner Politikprofessor Peter Grottian unterstützt.

Wir sind für jede Hilfe, auch für finanzielle Zuwendungen dankbar.
Schon jetzt danken wir der Firma LIMELIGHT aus Gilching, die uns ihre Technik zur Verfügung stellt.

Zur Initiatorin: Veronika Stross ist freischaffende Bratschistin und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Sie spielt in mehreren freien Orchestern und Kammermusikensembles.

Unterstützerkonto:
Veronika Stross, IBAN: DE29 5001 0517 5434 6585 40
Stichwort: Unterstützung KulturDemo

Da wir keine gemeinnützige Vereinigung sind, können wir leider keine Spendenquittungen ausstellen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen,
Christiane Lukas

Website: https://aufstehenfuerkultur.de/work